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Veröffentlichung von Dr. Polzar

D A S   S C H Ö N E    L Ä C H E L N
 
Oder, Warum gibt es Kieferorthopädie und warum gibt es Zahnspangen

„Das Schöne Lächeln“, so hat mir der Redakteur des Stadtjournals die neue Rubrik benannt, die in diesem Jahr alle 2 Monate über Kieferorthopädie und alles was damit zusammenhängt  berichten soll. Obwohl ich doch Arzt bin und am liebsten alles von der medizinischen Seite erklären möchte, zeigt diese Attitüde doch sehr eindrucksvoll, was ein jeder mit dem Begriff Kieferorthopädie oder Zahnspangen verbindet, eben ein schönes, attraktives Lächeln. Und zu diesem braucht es unter anderem auch diese geraden Zähne!

Doch damit ist bei weitem noch nicht alles gesagt, was  dieses Fachgebiet umschließt. So sind es die 52 Zähne die so manche Zahnspangengeschichte schreiben. 20 Milchzähne und 32 bleibende Zähne genau so viele wie ein De Beukelaer Keks.

Den meisten ist jedoch auch nicht bekannt, dass ein schönes gerades Gebiss  viel mehr aussagt als Attraktivität und Lebensfreude.

Die Zähne bestehen aus der härtesten Substanz,  die  wir als Menschen produzieren können. Dies kostet dem Körper sehr viel  Kraft. So ist es dann auch nicht verwunderlich, wenn der Stoffwechsel der kleinen Purzelchen beim ersten Zahnen in die Höhe steigt und das  Fieberthermometer das gleiche tut. Zahnfieber nennt man das dann im Volksmund. Aber viele wissen nicht, dass während des Zahnwechsel, wenn die bleibenden Zähne durchbrechen, das ganze Calcium hauptsächlich zur Kiefer- und Gebissentwicklung benötigt wird.

Wussten Sie schon, dass gerade während dieser Zeit  die Kinder kaum an Größe zunehmen?

Oder

Wussten Sie schon, dass genau dies die beste Zeit für die Zahnspange ist, nämlich im Alter von 8 bis 9 Jahren und nicht erst, wenn alle Zähne „schon“ da sind!

Und

Wussten Sie schon, dass gerade bei solch einem frühzeitigen Behandlungsbeginn bei keinem Kind mehr notwendig ist wegen Platzmangel und schiefen Zähnen einen Zahn zu ziehen.

Extrahieren heißt dies in der Fachsprache und leider ist es so, dass in Hessen bei jedem dritten Kind welches in kieferorthopädischer Behandlung ist, bleibende Zähne gezogen werden. Der Grund dafür ist recht einfach:  die Extraktionstherapie ist eine einfachere, schnellere und billigere Therapie. Dies kommt den Ansprüchen und Forderungen der Krankenkassen entgegen,  als eine aufwendigere wachstumsfördernde Gebissbehandlung, bei der dann alle Zähne im Kiefer bleiben können.
Wachsende Zähne sind Zahnkeime und damit auch Wachstumskeime für die Kiefer und Gesichtsentwicklung.  Werden diese vom Zahnarzt auf Anweisung des Kieferorthopäden entfernt, so wird dann auch die weitere knöcherne Entwicklung der Kiefer abgebremst. Als Spätfolge müssen dann allzu häufig die Weisheitszähne auch noch gezogen werden. Und so fallen dann 8 gesunde Zähne der scheinbaren Schönheit zum Opfer.

Wussten Sie schon, dass das Ziehen eines gesunden Zahnes, ohne medizinische Indikation, im juristischen Sinne eine Körperverletzung darstellt und deshalb sehr wohl überlegt sein sollte?

Wussten Sie schon, dass mit dem durch Extraktion abgebremsten Kieferwachstum auch die Atemfunktionen beeinträchtigt werden kann, mit allen dazugehörenden negativen Folgen, besonders Asthma und Allergien können dadurch negativ beeinflusst werden.
Oder
Wussten Sie schon, dass dadurch das harmonische Lächeln gestört wird und ein eher ältliches eingefallenes Gesicht entstehen kann, sich statt eine strahlend weißen Lächeln schwarze Ecken in der verkürzten Zahnreihe zeigen.

Oder

Wussten Sie schon, dass zu einem attraktiven gesunden Lächeln eben die Prinzipien des Goldenen Schnittes, die Leonardo Da Vinci mit einem Verhältnis von 0,618 zu 1 beschrieben hatte wieder zu finden sind.
So ist die sichtbare Zahnbreite bei einem schönen Lächeln von einem Zahn zum nächsten genau um dieses Drittel kleiner, welches der Altmeister der ästhetischen Künste und der damaligen medizinischen Wissenschaften  beschrieben hatte.
Oder wussten Sie schon, dass wir beim Anblick des Gesichtes mit  unseren Augen wie im Dreieck immer wieder zwischen Augen und Mund wandeln?
Die Augen signalisieren Aufmerksamkeit, Liebe, Treue und Wahrheit. Das schöne Lächeln jedoch signalisiert Gesundheit, Attraktivität und auch Sexualität.

So vieles ist an den Zähne abzulesen. Ein angespannter Mensch beißt sich durch, er zerkaut die Zähne und bekommt Muskel- und Kieferschmerzen.

Wussten Sie schon, dass ein ausgeglichener gesunder Mensch pro Tag gerade mal nur 7 Minuten Zahnkontakt hat!

Mann könnte daraus fast schließen, dass die Zähne dann ja zum kauen nicht mehr so wichtig sind; aber dem ist nicht so, denn selbst eine nur vorübergehende kurze Überlastung kann zu chronische Schmerzen führen und Triggerpunkt für andere Leiden sein.

Wussten Sie schon, dass genau hiervon ein großer Teil der Migräne herrührt,
und nach neuesten Untersuchungen von Prof. Dr. Meyer  die Aussichten auf Heilung gerade beim Zahnarzt und Kieferorthopäden viel größer sind als beim Neurologen, der oftmals nur die Symptome behandeln kann, nicht aber die Ursache zu beseitigen vermag.

Vieles findet sich in der Zahn- und Kieferentwicklung wieder, manchmal wie eine Tonbandaufzeichnung der Gesundheit eines Menschen. Heute hat der Skorbut, der durch Vitamin C Mangel entsteht, und das Zahnfleisch anschwellen lässt bis die Zähne ausfallen, kaum noch eine Bedeutung. Es wird ja auch so alles mögliche mit der Ascorbinsäure haltbar gemacht und die ist nichts anderes als Vitamin C. Aber auch Bleivergiftungen zeigen sich im Zahnfleisch durch blaue Ränder. Dies spielt heute weniger eine Rolle genauso wie der zu schmal entwickelte rachitische Kiefer, der auch nur ein Zeichen eines Vitamin D-Mangels ist. Aber viel häufiger ist heute eine Verfärbung der Zähne selbst zu beobachten. Die sehr häufig vorkommende Überdosierung mit Fluor führt zu typischen, erst weißen und dann braunen Flecken im Zahnschmelz. Diese machen den Zahnschmelz zwar unempfindlicher gegen Säuren.

Wussten Sie schon, dass durch die fleißige Prophylaxe kaum ein Jugendlicher noch Karies hat.

Dies war  zu meiner Studienzeit solch eine grandiose Seltenheit, dass ein karies- und füllungsfreies Gebiss nach fotografischer Ablichtung als Sensation in den Vorlesungen herumgereicht wurde. Heute ist so was schon ganz normal.
Und auch die Erwachsenen  behalten ihre Zähne viel länger und

Wussten Sie schon, dass die meisten Zähne durch Parodontitis verloren gehen und nicht durch Karies.

Und

Wussten Sie schon, dass gerade der regelmäßige Tabakkonsum dafür verantwortlich ist.

Durch rauchen kommt es zu einem erheblichen Zahnfleisch und Knochenschwund und
Wussten Sie schon, dass die Hauptursache  für eine gescheiterte Zahnersatzimplantation nicht etwa vom Geschick des Zahnarztes abhängt, sondern davon ob der Patient raucht oder nicht! Zahnimplantate können manchmal sogar über 25 Jahre gut funktionieren und die Gebissfunktion unterstützen.

Ernährungsgewohnheiten, Verhalten, Entwicklung, Genetik, Gesundheit und vieles mehr spiegelt sich in dem  schönen Lächeln wider, deshalb wünsche ich Ihnen eine schönes gesundes Lächeln nicht nur für einen Augenblick sondern ein Leben lang.

Ihr Gerhard Polzar

Das schöne Lächeln - Stadtjournal 2011 (PDF / 390KB)

© Copyright by Prof. Dr. G. Polzar KKU

Der Inhalt dieser Seite wurde am 21.7.2016 letztmalig aktualisiert. Diese Seite wird von keiner Firma und keiner Organisation unterstützt und erlaubt keine Werbung. Autor der Informationen ist. Prof. Dr. Gerhard Polzar (KKU) Kieferorthopäde.